Sinnvoller Schutz für den Windows Internet-PC
Der einzig wirkungsvolle Schutz heisst Vorbeugung. Es macht keinen Sinn, vereinzelt
oder auch vermehrt auftretende Infektionen des Systems als gegeben hinzunehmen,
und den Schutz in der Entfernung gefundener Schädlinge durch Virenscanner oder
Anti-Spyware-Programme zu sehen.
Denn jede Infektion, also jede Installation von Schädlingen auf Ihrem System
bedeutet, dass dieses in einen nicht mehr vertrauenswürdigen Zustand versetzt
wurde. Schliesslich ist ein Schädling nichts anderes als ein Programm - nur
eben mit unschönen Absichten und für Sie ohne sichere Kontrollmöglichkeiten
von unerwünschten Änderungen (z.B. Ersetzen von Systemdateien durch Schädlinge).
Diese Vorbeugung gestalten Sie am besten wie folgt:
A.) Gehen Sie mit einem neuen oder gerade frisch aufgesetzten
System nicht gleich ins Internet. Treffen Sie vor der ersten Internetverbindung
die folgenden Massnahmen:
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Spielen Sie das aktuellste Service-Pack für Ihre Windows-Version offline
ein.
Tipp: Mit Hilfe einer
Knoppix-CD können Sie diese Updates
laden, ohne mit dem noch ungesicherten Windows ins Internet zu gehen.
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Konfigurieren Sie das System so,
dass nicht benötigte Dienste nicht nach aussen hin angeboten werden (wichtig
bei Windows 2000 / XP).
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Nutzen Sie ggf. einen Router (Vorteil: NAT).
Wenn Sie einen WLAN-Router verwenden, achten Sie unbedingt schon vor dem
Kauf der Geräte (WLAN-Router bzw. Accesspoint und WLAN-Karte bzw USB-Stick)
auf eine verfügbare WPA-
bzw. noch besser WPA2-Verschlüsselung,
und vergeben Sie ein kryptisches Passwort.
Installieren Sie zudem auf Ihrem Betriebssystem die nötigen WPA- bzw. WPA2-Patches:
WPA2- und
WPA-Patch für Windows XP SP2;
Hier gibt es eine Anleitung zur Implementierung.
Windows 98 bis Windows 2000 unterstützen weder WPA noch WPA2. Allerdings
kann mit Hilfe
dieser
Software zumindest WPA erreicht werden. Diese Umsetzeung sei für diese
Betriebssysteme auch empfohlen. Eine veraltete WEP-Verschlüsselung ist nicht
zu empfehlen, sie bietet keinen sicheren Schutz. Das WLAN wäre dann als
für andere offen zu betrachten.
-
Erst jetzt können Sie sich ins Internet einwählen. Rufen Sie als ersten
Schritt das Windowsupdate über den Internet Explorer auf, prüfen auf evtl.
vorhandene Patches und installieren diese.
B.) Konfigurieren Sie Ihr Betriebssystem sinnvoll. Aktivieren
Sie dazu in der Systemsteuerung die leider standardmässig augeblendeten Erweiterungen:
a) Rufen Sie die Systemsteuerung über >Arbeitsplatz >Systemsteuerung auf.
b) Wechseln Sie dort in die Ordneroptionen, Registerkarte Ansicht.
c) Nehmen Sie
folgende
Einstellungen (unterschiedlich je nach Betriebssystem) vor:
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Haken entfernen bei "Geschützte Systemdateien ausblenden".
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Haken entfernen bei "Dateinamenerweiterungen bei bekannten Dateitypen
ausblenden".
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Haken setzen bei "Inhalte von Systemordnern anzeigen".
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Haken setzen bei "Alle Dateien und Ordner anzeigen".
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Haken setzen bei "Versteckte Dateien und Ordner anzeigen".
C.) Halten Sie Ihr Betriebssystem sowie genutzte, sicherheitsrelevante
Anwendungen stets aktuell; spielen Sie verfügbare Patches zeitnah ein. Bedenken
Sie, dass jede Software - von Menschenhand programmiert - prinzipiell Fehler
enthält. Aus dieser Tatsache ergibt sich, dass das Einspielen von Bugfixes ein
steter Prozess ist. Es reicht also nicht, z.B. einmal jährlich Updates zu installieren.
Prüfen Sie besser regelmässig (einmal wöchentlich) und halten sich durch Lesen
der zum Thema berichtenden Webseiten auf dem Laufenden.
D.) Stellen Sie in den nächsten Schritten sicher, besonders
anfällige Programme durch sicherheitstechnisch besser designte und gepflegte
zu ersetzen. Erster Tauschkandidat ist der für ein sicheres Surfen und zudem
standardkonforme HTML-/CSS-Darstellung vollkommen untaugliche
Internet Explorer (IE) /
IE7. Dieser sollte durch Alternativen
wie z.B. Mozilla Firefox (->
Download Firefox)
oder Opera (Download
Opera) in jeweils aktuellen Versionen ersetzt werden. Das
heisst nicht, den IE zu deinstallieren - Sie können ihn z.B. für das Windowsupdate
nutzen.
Verzichten Sie auch möglichst auf Outlook (Express) oder andere Mailprogramme
wie z.B. IncrediMail, die zur Darstellung der Mails den Internet Explorer nutzen.
Alternativen in Form von beispielsweise GcMail
oder Mozilla Thunderbird (Empfehlung,
Download hier)
gibt es genug. Stellen Sie aber auch hier sicher, dass die Anzeige für Mails
im Format "Nur Text" aktiviert ist. HTML und Scripte sollten für das Mailen
nicht aktiviert sein.
E.) Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Dateien aus dem Internet:
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Führen Sie Dateianhänge in E-Mails nicht einfach aus, auch dann nicht,
wenn Ihnen der Absender bekannt vorkommt oder der Text der Mail zum Öffnen
der Anhänge direkt oder indirekt auffordert.
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Gleiche Vorsicht ist geboten, wenn in Mails zum Anklicken von Links
aufgefordert wird. Prüfen Sie immer, ob der Link auch wirklich zum richtigen
Ziel führt (Stichwort Phishing). Besteht auch nur der geringste Zweifel,
gilt: Nicht anklicken!
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